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Artikel getaggt mit ‘Rebstock’

Steckling – Lexikonartikel

Als Stecklinge (auch Stopfer, Steckreis, Steckhölzer) werden die im Unterschied zum natürlichen Trieb (Ableger) zur künstlichen vegetativen Vermehrung geschnittenen Sprossteile von Pflanzen bezeichnet. Es ist ein beblätterter, halbreifer oder junger Zweig einer Pflanze, den man in die Erde steckt, damit er eigene Wurzeln schlägt und sich dann zu einer neuen, selbständigen Pflanze entwickelt

Wurzelechte Reben – Lexikon

Eine Rebe nennt man wurzelecht, wenn Wurzel und oberirdischer Trieb die gleiche Erbinformation (DNA) haben, also dieselbe Sorte sind (im Unterschied zu veredelten Pflanzen (Chimären). Bei wurzelechten Pflanzen ist es unerheblich, ob sie aus Stecklingen, Absenkern oder ähnlichem entstanden sind (Vegetative Vermehrung) oder aus einem Samen (Generative Vermehrung)

Quelle wikipedia.de

Xylem – Lexikonartikel

14. März 2010 2 Kommentare

Das Xylem (griech.: xylos Holz) oder der Holzteil der höheren Pflanzen ist ein komplexes, holziges Leitgewebe, das dem Transport von Wasser und anorganischen Salzen durch die Pflanze dient, aber auch Stützfunktionen übernimmt.

Das Xylem findet sich zusammen mit dem Phloem in Leitungsbahnen, den so genannten Leitbündeln, die die Sprossachsen (bei krautigen Stängel, bei Bäumen Stamm genannt), die Blattstiele und Blätter durchziehen. Wurzeln besitzen einen zentralen Xylemkern.

Xylem (8) im Querschnitt eines Blattes; (1) = Cuticula; (2) = Epidermis;

(3) = Palisadengewebe; (4) = Schwammgewebe; (5) = Epidermis;

(6) = Spalt der Spaltöffnung; (7) = Schließzellen; (8) = Xylem; (9) = Phloem; (10) = Blattader / Leitbündel

 

 

 

Formen

Als primäres Xylem (Proto- und Metaxylem) wird jenes Xylem bezeichnet, das in den Vegetationskegeln der Sprossachse und der Wurzeln entsteht. Im Kambium, welches sich zwischen Xylem und Phloem (bei Dikotylen) befindet, kann durch Zellteilung weiteres Xylem entstehen, das so genannte sekundäre Xylem. Das Kambium gibt nach innen Zellen des sekundären Xylems ab, nach außen Zellen des sekundären Phloems.

Zellarten

Das Xylem kann drei Arten längsgestreckter Zellen und eine Art nicht längsgestreckter Zellen aufweisen: Tracheiden, Tracheen und Sklerenchymfasern. Im Reifezustand, in dem sie der Leitung dienen, sind diese Zellen – anders als beim Phloem – abgestorben. Das Holz/Xylem Parenchym ist normalerweise nicht längsgestreckt und ist auch im Reifezustand lebend.

Das Xylem von Pflanzen, die entwicklungsgeschichtlich sehr alt sind, etwa von Farnen und Koniferen, besteht ausschließlich aus Tracheiden. Bei den meisten Bedecktsamern (Angiospermen) enthält das Xylem auch gut entwickelte Gefäße und Holzfasern. Da die Abfolge der Schritte in der Spezialisierung all dieser Gewebe gut zu beobachten ist, liefert die Erforschung des Xylems wichtige Hinweise auf die Entwicklungsgeschichte der höheren Pflanzen.

Leitbündel – Lexikonartikel

Leitbündel (Faszikel) sind für den Ferntransport von Wasser, gelösten Stoffen und organischen Substanzen (Assimilaten, hauptsächlich Zucker) im Spross, im Blatt sowie in der Wurzel von höheren Pflanzen (Gefäßpflanzen) verantwortlich. Leitbündel bestehen aus dem Xylem = Holzteil mit Zellelementen für den Wassertransport (zum Beispiel Tracheen und Tracheiden) und dem Phloem = Bastteil, für den Transport der Assimilate mit Siebzellen. bzw. Siebröhren und Geleitzellen.

Leitbündeltypen

Leitbündelarten. Xylem (blau), Phloem (grün), Cambium (weiß), A konzentrisch, periphloematisch, B konzentrisch, perixylematisch, C radiär mit Innenxylem, hier mit vier Xylempolen, links geschlossen, rechts offen, D kollateral geschlossen, E kollateral offen, F bikollateral-offen

Es gibt verschiedene Leitbündeltypen:

  • Einfache Leitbündel bestehen nur aus einem Sieb- oder Holzteil.
  • Zusammengesetzte Leitbündel haben einen Sieb- und einen Holzteil.
  • Bei konzentrischen Leitbündeln liegt der Siebteil um den Holzteil (periphloematische Leitbündel), oder der Holzteil liegt um den Siebteil (perixylematische Leitbündel).
  • Der häufigste Typ ist das sogenannte kollaterale Leitbündel, bei dem der Siebteil dem Holzteil gegenüber liegt (der Xylempol liegt der Sprossachsenmitte zugewandt).
  • Bei offen kollateralen Leitbündeln (kommt bei zweikeimblättrigen = dikotylen Pflanzen vor) tritt noch ein Kambium zwischen Xylem und Phloem hinzu.
  • Bei geschlossen kollateralen Leitbündeln (kommt bei einkeimblättrigen = monokotylen oder (anderen) krautigen Pflanzen vor) fehlt das Kambium und die Leitbündel sind von einer geschlossenen, sklerenchymatischen Leitbündelscheide umgeben.
  • Eine Sonderform des kollateralen Typs ist das bikollaterale Leitbündel, wie es zum Beispiel bei den Kürbisgewächsen und Nachtschattengewächsen auftritt. Hier ist dem Leitbündel auf der der Sprossachsenmitte zugewandten Seite ein weiterer Phloemteil angefügt.
  • In Wurzeln sind die Leitbündel zu einem radiären Leitbündelsystem zusammengefasst, wo der Holzteil wie die Speichen eines Rades angeordnet ist – der Bastteil liegt zwischen den Speichen (Aktinostele).

Internodien – Lexikonartikel

Das Internodium ist bei Pflanzen der Teil einer Sprossachse zwischen zwei Knoten (Nodien), der definitionsgemäß keine Blätter trägt. In übertragenem Sinn wird die Bezeichnung ebenso bei Chara und anderen Algen gebraucht für den Teil des Thallus, der sich zwischen den Ansatzstellen der wirteligen Verzweigungen befindet.

Der Begriff Internodium findet sich in der heutigen Bedeutung bereits bei Plinius und in der frühen Neuzeit etwa 1542 bei Leonhart Fuchs.

Spross – Lexikonartikel

Als Spross (Plural Sprosse oder Sprossen) oder Jungtrieb bezeichnet man meist oberirdisch wachsende, senkrecht nach oben ragende oder abstehende oder auch dem Boden angedrückte Teile einer Pflanze. Der direkt über dem Boden befindliche Abschnitt ist der Sprossgrund.

Sprosse setzen sich aus der Sprossachse und den Blättern zusammen.

  • Die Sprossachse ist der stabförmige Teil, in dem sich in der Mehrzahl der Fälle die Leitbündel zur Wasserleitung und zum Zuckertransport befinden. Sie besteht aus mehreren Abschnitten, den Internodien, die durch verdickte Stellen, die Knoten oder Nodien, voneinander abgegrenzt sind. An den Knoten sitzen von der Sprossachse seitlich abstehend die Blätter.
  • Die Sprossachse heißt Stängel bei krautigen Pflanzen, bei Gehölzen Stamm, Ast und Zweig, in Juvenilstadium Reis.

Unterlagsrebe – Lexikonartikel

Als Unterlagsrebe (auch Unterlage) bezeichnet man im Weinbau die Mutterpflanze aus Rebstamm und Wurzelsystem, auf die Triebe (Edelreiser) einer anderen Rebsorte aufgepfropft werden (Pflanzenveredelung). Bei den Unterlagsreben handelt es sich üblicherweise um amerikanische Rebsorten (“Amerikanerreben”) und bei den Edelreisern um europäische Reben (“Europäerreben”).

Europäerreben

Die europäischen Kulturreben (Vitis vinifera), die früher auf eigener Wurzel standen (Direktträger, wurzelechte Rebstöcke), wurden ab Mitte des 19. Jahrhunderts von der Reblaus befallen. Dieser Pflanzenschädling kam aus Amerika zunächst nach Frankreich und breitete sich schnell in den europäischen Weinanbaugebieten aus. Dort richtete er verheerende Schäden an. Die Reblaus verursachte an den Wurzeln der Europäerreben Anschwellungen (Tuberositäten), die zu anschließendem Pilzbefall und in der Folge zum Absterben der Rebstöcke führten.

Amerikanerreben

Um den europäischen Weinbau zu retten, benutzte man amerikanische Wildrebenarten als Unterlagsreben für die europäischen Edelreben. Die amerikanischen Reben sind gegen die Reblaus widerstandsfähiger oder sogar ganz resistent. Die Reblaustoleranz beruht auf der Bildung einer Korkschicht, die Ausbreitung der Tuberositäten eingrenzt, eine Vermehrung der Rebläuse wird dadurch aber nicht verhindert. Bei starkem Befallsdruck zeigen auch Pfropfreben Rückgangserscheinungen. Die meisten heute in Europa verwendeten Unterlagsreben sind Abkömmlinge der drei amerikanischen Wildarten Vitis riparia, Vitis rupestris und Vitis berlandieri, Kreuzungen derselben (Vitis labrusca × Vitis riparia) oder Hybriden amerikanischer Reben mit der Europäerrebe Vitis vinifera. Die in Deutschland gängigsten Unterlagen sind 125AA, 5BB, Binova und SO4 (Selektion Oppenheim Nr. 4). Die einzige verfügbare resistente Unterlage ist “Börner”, eine Kreuzung mit Vitis cineria.

Ein Auswahlkriterium für Unterlagsreben ist neben der Reblausresistenz ihre “Wüchsigkeit”, d.h. wie gut sie die aufgepfropften Edelreiser mit Nährstoffen versorgen können. Ein weiteres Kriterium ist, wie die Unterlagsrebe mit bestimmten Bodenbedingungen wie z.B. stark kalkhaltigen Böden zurechtkommt.

Unterlagsreben unterliegen ebenso wie Edelsorten der Sortenzulassung (in Deutschland).

Abbeeren – Lexikonartikel

Als Abbeeren, Rebeln oder Entrappen bezeichnet man das Ablösen und Entfernen der Beeren vom Rappen bzw. Traubengerüst der Weintrauben. Dies soll verhindern, dass die im Traubenstiel und Rappen enthaltenen Gerbstoffe und Säuren in den Wein gelangen. Das Verb abbeeren bezieht sich dabei auf die Weinbeere, rebeln und entrappen stammen von der Weinrebe.

Früher erfolgte das Abbeeren mit der Hand; heutzutage werden so genannte Abbeermaschinen, Rebelmaschinen oder Entrapper benutzt. Schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde eine mechanische Traubenmühle erfunden. Sie besteht aus zwei Walzen, die mit Hilfe einer Kurbel gedreht werden. Durch diese Mühle kann als Vorbereitung auf das Pressen das Abbeeren und das Quetschen der Beeren in einem Arbeitsgang erfolgen

Gobelet – Lexikonartikel

Gobelet (frz. Becher, Pokal) ist eine Erziehungsform von Rebstöcken. Alternative Bezeichnungen sind Albarello, Bäumchen, Busch, Bush Vines, En vaso, Goblet oder Vase.

Die Anbauweise wurde bereits in der Antike von den Griechen angewandt und später von den Römern übernommen. In seiner Landgüterverordnung Capitulare de villis vel curtis imperii, die Karl der Große als detaillierte Vorschrift über die Verwaltung der Krongüter erließ, schreibt er von den Coronas de racemis, qui vineas habuerint non minus tres aut quattuor habeant. also nicht weniger als drei bis vier Kronästen, die der Rebstock haben soll. Heute wird sie im ganzen Mittelmeerraum gepflegt, vor allem aber in Südfrankreich (ein Drittel der Rebfläche), Spanien und teilweise in Süditalien (Apulien und Sizilien).

Die Weinreben werden freistehend (ohne Drähte, Rahmen oder Ähnliches) in Buschform so an alleinstehenden Pfählen hochgebunden, dass eine “Becherform” entsteht. Die kurzgeschnittenen Stöcke haben eine Länge von 30 cm – 65 cm und sind meist ringförmig angelegt. Aus diesem Grunde eignet es sich für schwachwüchsige Reben in einem trockenen Klima. Es gibt zwar nur geringe Erträge, weshalb es für den Massenweinbau nicht geeignet ist, aber im Qualitätsanbau der warmen Regionen ist er wieder im Kommen.

Kriechende Reben – Lexikonartikel

 

Die Reben werden in ihrem Wuchs nicht oder nur gering beeinflusst. Sie kriechen freiwachsend am Boden. Auf diese Weise wird beispielsweise auf Santorin noch heute Wein angebaut: die Reben werden dicht am Boden erzogen und zu zylinderartigen Körben gebunden. Dadurch trotzen die Reben den starken Winden und die Trauben werden geschützt. Auch die Wasserarmut der Insel schadet den Reben nicht, die auf dem durchlässigen Vulkanboden tief wurzeln und durch die Erziehungsform besonders gut Feuchtigkeit speichern können.

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