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Cabernet franc

Der Cabernet Franc, auch Cabernet Frank, ist eine rote Rebsorte. (Kürzel Cf). Sie ist nicht so verbreitet wie der bekanntere Cabernet Sauvignon, allerdings genügsamer hinsichtlich der klimatischen Anforderungen. Cabernet Franc ist ein beliebter Verschnittwein, vor allem in Frankreich und Italien (hier Cabernet Frank). Im Vergleich zum Cabernet Sauvignon ist der Tanningehalt geringer, die Weine weisen eine deutlich geringere Adstringenz auf und sind daher jünger trinkbar.

Im Jahr 1997 veröffentlichten John E. Bowers und Prof. Carole P. Meredith von der University of California, Davis eine Studie, in der durch DNA-Analyse mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Verwandtschaft zwischen dem Cabernet Sauvignon und den Sorten Cabernet Franc und Sauvignon Blanc aufgezeigt wird. Auf eine engere Beziehung zum Cabernet Sauvignon wurde in der Literatur schon lange hingewiesen, jedoch nie in Verbindung mit der weißen Sorte Sauvignon Blanc.

Abstammung: vermutlich aus Wildreben selektioniert, im Bordelais nachweisbar seit Jahrhunderten heimisch.

Verbreitung [Bearbeiten]

Insbesondere in der Gegend von Bordeaux spielt der Cabernet Franc trotz seines meist kleinen Anteils an der Anbaufläche zu Teilen eine markante Rolle; bei etlichen großen Weingütern findet sich der würzige Cabernet Franc nur dann in den Cuvées, wenn seine Reifezeit auskömmlich war, prominente Beispiele dafür sind Château Mouton-Rothschild und Château Pétrus. Die Cuvées mit Anteilen von Cabernet Franc markieren die großen Jahre. In “kleineren” Jahren werden die Erntepartien des Cabernet Franc dieser Güter deselektioniert und dem “Großen Wein” nicht hinzugegeben. Für den Château Cheval Blanc hingegen wird Cabernet Franc ungewöhnlicherweise zu ca. 60% verwendet.

Reinsortig wird der Cabernet Franc an der Loire ausgebaut, beispielsweise im Weinbaugebiet Chinon.

Die Rebe ist auch in Übersee beliebt. Speziell bei Weinen aus Osteuropa, aber auch Übersee, findet man des Öfteren in der Etikettierung nur die Bezeichnung Cabernet. Es handelt sich dabei meist um Cabernet Franc. Im Jahr 2007 lag die bestockte Rebfläche in Neuseeland bei stagnierender Tendenz bei 168 Hektar.

Siehe auch die Artikel Weinbau in Frankreich (37.508 Hektar, Stand 2007, ), Weinbau in Italien, Weinbau in den Vereinigten Staaten (Allein in Kalifornien 1.457 Hektar , Stand 2007, Weinbau in Australien (588 Hektar, Stand 2007), Weinbau in Neuseeland, Chile (1142 Hektar, Stand 2006 , Weinbau in der Schweiz ( 52 Hektar, Stand 2007, Quelle: Office fédéral de l’agriculture OFAG ) und Weinbau in Südafrika (1019 Hektar, Stand 2007 ) sowie die Liste der Rebsorten.

Synonyme

Die Rebsorte Cabernet Franc ist auch unter den Namen Acheria, Arrouya (sie ist aber nicht identisch mit der Rebsorte Arrouya), Bidure, Bordo (gelegentlich in Nordostitalien gebraucht), Boubet, Bouchy, Bouchet, Breton, Burdelas Tinto, Cabernet, Cabernet Aunis, Cabernet Carbouet, Cabernet Franco, Cabernet Frank, Capbreton Rouge, Carmenet, Couahort pro Parte, Gamay de Ricenay, Gamput, Gros Bouchet, Gros Cabernet, Grosse Vidure, Mencía (Spanien), Kaberne Frank (Jugoslawien), Méssanges Rouge, Morenoa, Noir Dur, Petite Vidure, Petite Vigne Dure, Petit Fer, Petite Vidure, Plant Breton, Plant des Sables, Rouge, Sable Rouge, Trouchet Noir, Véronais und Veron Bouchy bekannt.

Chateau Brane-Cantenac

Appellation: Margaux

Klassifikation: 2eme Cru Classe

Besitzer: Henri Lurton

Bestockte Fläche: 90 ha

Produktionsmenge: ca 36.000 Kisten

Rebsortenverteilung: 70% Cabernet Sauvignon, 20 % Merlot, 10% Cabernet franc

Zweitetikett: Le Baron de Brane

Das heutig Weingut Chateau Brane-Cantenac, das in erste Hisicht wegen ihrem goldenen Etikett einen grossen Wiedererkennungswert bekannt ist, wurde begründet durch den Baron de Brane.

Medoc

Das Médoc ist eine dreiecksförmige Halbinsel im Südwesten Frankreichs, die zwischen der Atlantikküste (Côte d’Argent) an der Biscaya, dem Mündungsarm Gironde und dem Meeresbecken von Arcachon liegt.

Eckpunkte der Halbinsel sind die Stadt Bordeaux im Südosten, Lège-Cap-Ferret am Becken von Arcachon im Süden, und im Norden die Landspitze Pointe de Grave bei Le Verdon.

 

Bis vor etwa einhundertfünfzig Jahren bestand auf der Halbinsel meerseitig eine karge Gestrüpp- und Gräservegetation auf ausgeprägter Dünenlandschaft. Dann wurden Kiefernwälder gepflanzt, um das sumpfige Land zu entwässern und den Sandflug zu bändigen. Die Kiefern entziehen dem Boden, wenn sie ausgewachsen sind, etwa 80 Liter Wasser pro Tag. Die Wälder sind in trockenen Zeiten allerdings auch in Gefahr, in Brand zu geraten. Um 1990 brannte ein riesiges Waldgebiet bei Lacanau herunter und wurde danach komplett wiederaufgeforstet. In der ganzen Region wurden anschließend große Brandschneisen durch die Wälder gezogen, um die Wiederholung dieser Katastrophe in Zukunft zu vermeiden.
Zwei der größten Binnenseen Frankreichs liegen unmittelbar hinter den Dünen: die Seen von Hourtin und Lacanau. In den Kiefernwäldern gibt es zumeist keine durchgehend küstennahe Straßenverbindung. Die Küste kann nur auf Stichstraßen durch die Kiefernwälder erreicht werden. Fahrradwege führen inzwischen von Le Verdon bis ins Becken von Arcachon, und diese verlaufen oft unabhängig von Straßen durch Wälder und über das Land.
Landseitig ist die Vegetation teils mit Mischwäldern durchsetzt und ansonsten karg strukturiert. Neben den Kiefern wachsen dort verschiedene Eichenarten und unter anderem “Arbousier”, das sind Büsche, die sehr hoch werden können und die im Herbst gleichzeitig stachelige rote, erdbeerartig schmeckende Früchte und kleine weiße Blüten tragen.

Im östlichen Teil der Halbinsel waren lange schon Besiedlung, Ackerbau und vor allem Weinbau anzutreffen: Das Médoc ist zugleich eine der bekanntesten Weinbauregionen der Erde. Der karge Boden der Endmoränen aus der Vergletscherung der Pyrenäen-Eiszeiten bietet für die dort meistverwendeten Rebsorten Cabernet-Sauvignon und Merlot beste Voraussetzungen. Das Weinbaugebiet erstreckt sich auf einer Länge von 80 km und einer maximalen Breite von 10 km. Die mit Reben bestockte Fläche beträgt 15.950 Hektar. Dieses Gebiet teilt sich wie folgt auf: Médoc ist eine subregionale Weinbau-Appellation der Region Bordeaux. Die Appellation gilt für das gesamte Médoc, wird aber faktisch nur für den nördlichen Teil der Halbinsel verwendet. Hier liegt der Anteil des Merlot in der Regel höher als in den anderen Teilen des Médoc, so dass die Weine etwas fruchtiger und geschmacklich runder sind. Die Fläche der Weinberge beträgt 5300 Hektar, etwa 37 Mio. Flaschen stammen von 127 Crus Bourgeois, 113 Crus Artisans, und 5 Caves Coopératives. Haut-Médoc, die zweitgrößte Appellation, umfasst den südlichen Teil des Médoc. Da das Haut-Médoc über 5 Grand Cru-Gewächse verfügt, ist der Ruf dieser Region sehr gut. Die berühmten Crus zeigen oft Kraft und Solidität mit deutlicher hervortretendem Cabernet Sauvignon, meist intensiven Aromen und nach einigen Jahren der Alterung komplexem Bukett und Ausgewogenheit. Die Fläche der Weinberge beträgt 4600 Hektar, etwa 30 Mio. Flaschen aus 5 Crus Classés, 140 Crus Bourgeois, 116 Crus Artisans und andere Crus, und 5 Caves Coopératives. Den besten Ruf genießen die Weine der sechs kommunalen Appellationen: Saint-Estèphe, sie sind für ihre ausgeprägten, doch rassigen Tannine bekannt, die im Zusammenspiel mit der oft präsenteren Säure der Weine eine lange Alterung garantieren. Dann zeigen sie eine charaktervolle, oft erdige Note. Die Fläche der Weinberge beträgt 1250 Hektar, etwa 8,3 Mio. Flaschen aus 5 Crus Classés, 42 Crus Bourgeois, 25 Crus Artisans, andere Crus und einer Cave Coopérative. Pauillac, Weine von Kraft und Struktur, die mächtige Tannine besitzen und hervorragend altern, um dann ihren zweiten Charakterzug zu offenbaren: finessenreiche Eleganz. Die Fläche der Weinberge beträgt 1190 Hektar, etwa 8,1 Mio. Flaschen aus 18 Crus Classés, 16 Crus Bourgeois, 7 Crus Artisans, andere Crus und einer Cave Coopérative. Saint-Julien, viel Harmonie und Finesse, sowohl im Bukett wie auch am Gaumen, dabei feste Tannine und eine gute Struktur, die oftmals hohes Potenzial verleihen. Die Fläche der Weinberge beträgt 910 Hektar, etwa 6 Mio. Flaschen aus 11 Crus Classés, 8 Crus Bourgeois sowie u.a. 11 Crus Artisans. Listrac, diese in der Jugend oft recht verschlossenen Weine sind solide und tanninreich, doch ihr gewöhnlich relativ hoher Merlot-Anteil verleiht ihnen in der Reife einen vollen und samtigen Charakter. Die Fläche der Weinberge beträgt 690 Hektar, etwa 4,8 Mio. Flaschen aus 29 Crus Bourgeois, 12 Crus Artisans, andere Crus und eine Cave Coopérative. Moulis, so verschiedenartig wie die Böden sind auch die Weine von Moulis, wobei das breite Spektrum von weichen bis zu vollen und tanninbetonteren Gewächsen reicht – mit ihrem Höhepunkt nach einem Jahrzehnt. Die Fläche der Weinberge beträgt 600 Hektar, etwa 4 Mio. Flachen aus 31 Crus Bourgeois, 13 Crus Artisans und anderen Crus. Margaux, Eleganz ist der Kernbegriff für Margaux; verbunden mit reizvoller Frucht in der Jugend halten die feinen Tannine langer Alterung stand, um bei den größten zu hinreißender Verfeinerung zu führen. Die Fläche der Weinberge beträgt 1410 Hektar, etwa 9 Mio. Flaschen aus 21 Crus Classés, 25 Crus Bourgeois, 38 Crus Artisans und anderen Crus.

Medoc Klassifizierung

Premier Crus

Château  &  Ort

Lafite-Rothschild (Paulillac)

Margaux (Margaux)

Latour (Pauillac)

Haut-Brion (Pessac (Graves))

Mouton-Rothschild (Pauillac)

Deuxièmes Crus

Rauzan-Ségla (Margaux)

Rauzan-Gassies (Margaux)

Léoville-Las-Cases (St.-Julien)

Léoville-Poyferré (St.-Julien)

Léoville-Barton (St.-Julien)

Dufort-Vivien (Margaux)

Gruaud-Larose (St.-Julien)

Lascombes (Margaux)

Brane-Cantenac (Cantenac)

Pichon-Longueville Baron (Pauillac)

Pichon-Longueville Comtesse (Paulliac)

Ducru-Beaucaillou (St.Julien)

Cos-d´Estournel (St.-Estephe)

Montrose (St.-Estephe)

Troisième Crus

Kirwan (Cantenac)

d´Issan(Cantenac)

Lagrange (St.-Julien)

Langoa-Barton(St.-Julien)

Giscours (Labarde)

Malescot-St-Exupéry (Margaux)

Boyd-Cantenac (Cantenac)

Cantenac-Brown (Cantenac)

Palmer (Cantenac)

La Lagune (Ludon)

Desmira (Margaux)

Calon-Ségur (St.-Estèphe)

Ferrière (Margaux)

Marquis-d´Alesme Becker (Margaux)

Quatrièmes Crus

St-Pierre (St.-Julien)

Talbot (St.-Julien)

Branaire-Ducru (St.-Julien)

Duhart-Milon (Pauillac)

Pouget (Cantenac)

La Tour-Carnet (St.-Laurent)

Lafon-Rochet (St.-Julien)

Beychevelle (St.-Julien)

Prieuré-Lichine (Margaux)

Cinquièmes Crus

Pontet-Canet (Pauillac)

Batailley (Pauillac)

Haut-Batailley (Pauillac)

Grand-Puy-Lacoste (Pauillac)

Grand-Puy-Ducasse (Pauillac)

Lynch-Bages (Pauillac)

Lynch-Moussac (Pauillac)

Dauzac  (Labarde)

d´Armailhac (Pauillac)

du Tertre  (Arsac)

Haut-Bages-Libéral (Pauillac)

Pédesclaux (Pauillac)

Belgrave (St.-Laurent)

Camensac (St.-Laurent)

Cos-Labory  (St.-Estèphe)

Clerc-Milon (Pauillac)

Croizet-Bages (Pauillac)

Centemerle  (Macau)

Klassifizierung

Einteilung einzelner Weine oder Weingüter in Qualitätsstufen  

Frankreich:

 

Bordeaux

  • Medoc (1855)
  • Sauternes (1855)
  • Graves (1855)
  • St. Emilion
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