Pommard – Anbaugebiet
Pommard ist ein französischer Weinort in der Region Burgund, im Département Côte-d’Or. Pommard liegt ca. 20 km südlich von Dijon und grenzt im Süden an Volnay sowie nordöstlich an Beaune. Pommard ist Teil der Côte de Beaune. Die Einwohner werden Pommardois genannt.
Pommard reicht bis in die Antike zurück. Man sagt, der Name komme von Pomona, die Göttin der Früchte und Gärten, die von den ersten Bewohnern angebetet wurde. Spuren aus der Antike, vor allem zahlreiche kaiserliche Münzen aus der Zeit von Nero bis Valentinian I., bringen ein unwiderlegbares Zeugnis von der Besiedlung dieser Gegend während der römischen Oberherrschaft.
Im 13. Jahrhundert gehörte Pommard Alix de Vergy, Ehefrau des Herzogs von Burgund, Odo III. In den Jahren 1224 und 1240 schenkt sie die Gemarkungen dem Erzbischof von Lyon. In der Folgezeit gehört Pommard verschiedenen Adeligen und Klöstern und wird erst 1789, dem Jahr der Französischen Revolution, aufgeteilt und den Einwohner zugeteilt.
Am Fuße der Hügel drückt sich das Dorf um seinen markanten Kirchturm, wie um den Weinbergen, deren Reich hier ist, mehr Platz zu lassen. Alte romanische Häuser, tiefe Weinkeller, edle Schlösser, Keltereien, glorreiche Zeugen der andauernden Vorliebe, die berühmte Kenner Pommard gewähren. Könige, Herzöge, Adelsherren und Klöster stritten um die besten Lagen: Cîteaux, Vienne, Commarin, Vergy.
Weinbaugebiet Pommard
Um den Wein zu ehren und ihn in der Welt bekannt zu machen, schufen die Winzer dieser Gegend die Weinbruderschaft Souverain Bailliage de Pommard. Die Ernennungen, Inthronisation genannt, finden im feierlichen Rahmen, verbunden mit einem Festessen, im stimmungsvollen Keller der Gemeinde Pommard statt.
Die Appellation Pommard, (Appellation d’Origine Contrôlée seit dem 11. September 1936) verfügt über 28 Premier-Cru-Lagen. Angebaut werden ausschließlich Rotweine aus der Rebsorte Pinot Noir. Der Ertrag ist beim Rotwein für die normale Orts-Appellation auf 40 Hektoliter/Hektar beschränkt. Durch Ausnahmeregelungen darf der Ertrag um max. 20 % höher liegen. Die durchschnittliche Erntemenge liegt bei ca. 16000 hl/Jahr, die auf einer Fläche von 337 Hektar geerntet wird.
Der Mindestalkoholgehalt beträgt 10,5 % für den Rotwein. Im Falle einer künstlichen Anreicherung durch Trockenzucker (Chaptalisation) wird ein maximaler Alkoholgehalt festgelegt, der bei 14 % für Rotwein liegt. Im Falle einer Premier-Cru-Lage liegt der Mindestalkoholgehalt bei 11 %.
