Rekordsumme für 1947 Château Cheval Blanc
Bei einer Auktion bei Christie´s erzielte eine Imperialflasche 1947 Château Cheval Blanc einen Rekordpreis von 224.000 €.
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Das Béarn ist eine alte französische Provinz am Fuß der Pyrenäen. Gemeinsam mit dem französischen Baskenland bildet es das Département Pyrénées-Atlantiques (64). Sprachlich betrachtet gehört das Béarn zu Okzitanien, da seine traditionelle Sprache, das Béarnais eine Form des Gaskognischen ist, das gemeinhin als Dialekt des Okzitanischen angesehen wird. Romanisierte Basken, also Nichtbasken mit gewissen baskischen Wurzeln wie z.B. Menschen mit baskisch klingendem Familiennamen werden in Frankreich manchmal als “béarnisierte Basken” bezeichnet (vgl. hierzu: gascognisch, vasco, baskisch).
Das Béarn wird begrenzt im Westen durch Soule, im Norden durch das Département Landes und durch Armagnac, im Osten durch die Bigorre und im Süden durch Spanien.
Obwohl das Béarn im Vertrag von Verdun 843 in den ursprünglichen Grenzen des Königreichs Frankreich mit eingeschlossen war, war die tatsächliche Zugehörigkeit zum Königreich lange Zeit umstritten. Während Béarn zur Grafschaft Foix gehörte und der Graf Gaston Fébus bereit war, für seine Grafschaft Foix dem König zu huldigen, lehnte er dies für Béarn ab. Viel später befindet sich die Provinz im Herrschaftsbereich der Könige von Navarra, und diese Zugehörigkeit zu ausländischen Souveränen (wenn auch aus der Dynastie der Kapetinger), war trotzdem nicht unvereinbar mit dem französischen Charakter der Provinz. Schließlich fällt Béarn durch mütterliches Erbe an Heinrich IV. (gleichzeitig, wenn auch theoretisch, mit dem gesamten Königreich Navarra, das fast vollständig durch Spanien annektiert wurde). Nach seiner Thronbesteigung gibt er dem beständigen Verlangen des Parlaments nach und vereinigt den Béarn mit der königlichen Domäne, was die Annexion an Frankreich bedeutet, gemäß der Tradition, die verlangt, dass der französische König keine persönliche Domäne besitzen soll. Zuvor, bei der Veröffentlichung des Edikts von Villers-Cotteret 1539, welches unter anderen Dingen anordnete, dass alle Rechtsakte in französisch abzufassen seien (besonders auf Kosten des Latein, aber manchmal auch der lokalen Sprachen), war die Provinz noch nicht französisch und das Edikt wurde auf sie nicht angewandt. Alle Rechtsakte wurden bis zur französischen Revolution in okzitanischer Sprache verfasst.
Der Ahrwein wird im Weinbaugebiet Ahr angebaut, das seinen Namen von dem gleichnamigen Fluss hat. Es ist in Deutschland das größte geschlossene Weinbaugebiet für Rotwein. Auf insgesamt 548 Hektar Rebfläche (2006) werden 87,5 % Rotwein- und 12,5 % Weißweinreben angebaut. Der Anteil trockener Weine erreichte im Jahr 2005 einen Anteil von 50,9 %, während der Anteil halbtrockener Weine bei 30,9 % lag. Der Trend weg vom süßen Wein hält damit an.
Der Tafelwein der Ahr wird nach § 1 der Weinverordnung unter dem Namen Rhein-Mosel (Bereich Rhein) vermarktet und Landwein nach § 2 der Weinverordnung als Ahrtaler Landwein
Geschichte
Schon die Römer, die noch vor Christi Geburt die Gegend erreichten, sollen im Ahrtal Wein angebaut haben. Urkundlich verbrieft kann die Geschichte des Weinbaus im Ahrtal bis in die zweite Hälfte des 8. Jahrhunderts zurückverfolgt werden. Im Jahre 893 nennt der Prümer Urbar größere Weinberge in acht Ahrsiedlungen. In diesem Güterverzeichnis verzeichnete die Abtei Prüm eine Reihe weinabgabepflichtiger Güter, darunter in Ahrweiler, Walporzheim, Dernau und Altenahr. Außer der Abtei Prüm hatten in der Gemeinde Ahrweiler noch elf andere Klöster und zwölf Adelshöfe um das Jahr 1200 80 % der Weinbergsfläche. In Dernau besaßen 19 Grundherren, zehn Klöster und neun weltliche Herren ca. 80 % der Weinberge.
Ahrweiler kam mit der Grafschaft Are 1246 zum Erzstift Köln. Die Gemeinde musste im 15. Jahrhundert ihrem Landesherrn, dem Kurfürsten von Köln, jährlich 30 Fuder Wein liefern. In einem Dokument aus dem Jahr 1417 wird beschrieben, wie alle Weinfässer der Gemeinde gerichtlich versiegelt wurden, bis der Rentmeister des Kurfürsten von Köln kam und die 30 ihm zusagenden Fuder wählte (oder kürte); daher kommt der Ausdruck Kurwein.
Rote Rebsorten wurden erst nach dem Dreißigjährigen Krieg angebaut. Der damalige Burgunder wurde wie ein Weißwein verarbeitet. Er war blassrosa und wurde zuweilen Ahrbleichert genannt.
Im Jahr 1794 zogen französische Truppen in das Gebiet ein. Im Zuge der Säkularisierung wurden die Besitztümer der Kirche, der Klöster und der Domstifte aufgelöst. Aus dem ganzen französischen Reich wurden nun preiswertere und alkoholreichere Weine den deutschen Markt gebracht, und es war für die Ahrwinzer nicht einfach, ihre Ware abzusetzen.
Nach dem Wiener Kongress wurde das Gebiet der Ahr mit dem preußischen Königreich vereint. In den folgenden 20 Jahren erlebte der Weinbau aufgrund der ruhigen politischen Lage und des Zollschutzssytems eine kleine Blüte. Die vorher populären Importe aus Frankreich wurden aufgrund der Schutzzölle zu teuer, und der Inlandsmarkt wurde in Folge dessen im Bereich des Rotweins durch Ahrwein beliefert.
Dies änderte sich im Jahr 1833 mit dem Beitritt Preußens zum Deutschen Zollverein. Neben internen Absatzproblemen brach auch der Handel mit dem benachbarten Belgien zusammen. Einige Missernten schwächten die Wirtschaftskraft der Winzer zusätzlich. Besonders betroffen waren die Winzer um das Jahr 1860. Bis zu vier Jahrgänge lagen unverkauft im Keller. Durch mangelhafte Pflege waren die Weine zudem unverkäuflich geworden. Der Handel lag praktisch still, und viele Familien wanderten nach Amerika aus, weil der eigene Grund sie nicht mehr ernähren konnte.
In der Not griffen die Winzer zur Selbsthilfe, und 18 Winzer gründeten, dem Gedanken Raiffeisens folgend, im Jahre 1868 in Mayschoß eine der ersten Winzergenossenschaften der Welt. Schon drei Jahre später konnte man einen Handlungsreisenden einstellen. Bis 1898 wurden insgesamt 20 Winzergenossenschaften im Ahrtal gegründet.
Eine Belebung erhielt der Weinbau an der Ahr im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts durch folgende Organisationen:
Ab dem Ende der 1960er Jahre wurde mit dem Projekt der Flurbereinigung ein untergründig schwelendes Problem des deutschen Weinbaus behoben: Die Topographie des Geländes ließ den Weinbau ausschließlich per Hand zu und gefährdete die Wirtschaftlichkeit der Winzerbetriebe. Hinzu kam das unglaublich fein gegliederte Parzellenwirrwarr. 1957 ermittelte man für die Gemeinde Dernau in der Gemarkung „Im Hardtberg“ auf 2,6 ha Fläche insgesamt 162 Parzellen mit einer durchschnittlichen Größe von nur 160 m².
Die starke Zergliederung zeigt außerdem eine Kurzzusammenfassung der Betriebserhebung aus dem Jahr 1958:
| Größe des Betriebs in Hektar | Anzahl der Betriebe im Jahr 1958 |
|---|---|
| bis 0.2 Hektar | 569 |
| 0.2 – 0.5 Hektar | 679 |
| 0.5 – 1 Hektar | 276 |
| 1 Hektar und mehr | 76 |
| TOTAL | 1600 |
Geographie und Klima
Rote Weintrauben der Sorte Blauer Burgunder
Das Ahrtal liegt im Norden von Rheinland-Pfalz entlang der Ahr zwischen Altenahr und Heimersheim. Im Norden grenzt es direkt an Nordrhein-Westfalen. Weil es sich vorwiegend von West/Südwest nach Ost/Nordost erstreckt, empfängt vor allem die linke Flussseite viele Sonnenstunden. Die klimatischen Bedingungen der Umgebung sind eigentlich nicht mehr zum Anbau von Wein geeignet. Es sind daher mikroklimatische Aspekte, die den Weinbau dennoch ermöglichen:
Die steilen, felsigen Südhänge heizen sich bei Sonnenbestrahlung rasch auf und geben die gespeicherte Wärme nur allmählich an die Reben weiter, so dass auch nachts ausgeglichene Temperaturen gewährleistet sind. Das Gebiet wird innerhalb der EU der Weinbauzone A zugerechnet.
Das langjährige Jahresmittel von 9,8° C lässt sich daher mit den Durchschnittswerten anderer deutscher Weinbaugebiete vergleichen. Das Wintermittel von Dezember bis Februar ist mit 2,4° C für unsere Breitengrade sehr mild. Im Frühjahr besteht jedoch jederzeit akute Frostgefahr.
| Durchschnittstemp. | Nov. | Dez. | Jan. | Feb. | Mrz. | Apr. | Mai | Jun. | Jul. | Aug. | Sep. | Okt. | Jahr |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2002/2003 | 8,2° C | 3,9° C | 2,0° C | 0,3° C | 7,9° C | 10,0° C | 14,8° C | 20,8° C | 20,5° C | 21,2° C | 14,4° C | 7,4° C | 11,0° C |
| langjährig | 5,9° C | 2,9° C | 1,8° C | 2,5° C | 5,5° C | 8,8° C | 13,2° C | 16,5° C | 18,0° C | 17,5° C | 14,5° C | 10,4° C | 9,8° C |
Der Niederschlag kennt in den Monaten Januar bis März ein Minimum und erreicht in den Sommermonaten Juli und August ein Maximum. Die sommerlichen Niederschlagsmengen fallen jedoch meist binnen weniger Tage in ergiebigen Platzregen.
| Niederschlagsmenge | Nov. | Dez. | Jan. | Feb. | Mrz. | Apr. | Mai | Jun. | Jul. | Aug. | Sep. | Okt. | Jahr |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2002/2003 | 80 mm | 47 mm | 53 mm | 26 mm | 24 mm | 46 mm | 46 mm | 50 mm | 54 mm | 31 mm | 42 mm | 55 mm | 554 mm |
| langjährig | 57 mm | 51 mm | 47 mm | 40 mm | 48 mm | 50 mm | 59 mm | 65 mm | 74 mm | 70 mm | 48 mm | 47 mm | 656 mm |
Die mittlere Sonnenscheindauer liegt sicherlich am unteren Ende der Skala der für den Weinbau benötigten Werte. Der Vergleich vom langjährigen Mittel zum sogenannten Jahrhundertsommer 2003 lässt die Jahrgangsabhängigkeit des Gebiets deutlich werden.
| Sonnenscheindauer | Nov. | Dez. | Jan. | Feb. | Mrz. | Apr. | Mai | Jun. | Jul. | Aug. | Sep. | Okt. | Jahr |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2002/2003 | 52 h | 36 h | 52 h | 142 h | 175 h | 206 h | 211 h | 278 h | 229 h | 279 h | 215 h | 105 h | 1980 h |
| langjährig | 52 h | 35 h | 39 h | 69 h | 103 h | 136 h | 177 h | 176 h | 183 h | 174 h | 139 h | 103 h | 1386 h |
Gebietseinteilung
Geologisch und topographisch können zwei Anbauregionen unterschieden werden:
Rebsorten
45 weiße und 22 rote Rebsorten sind an der Ahr zum Anbau zugelassen.
In diesen Gebieten werden 480 ha, das sind ca. 86 % (Stand: 2008) der Gesamtfläche, für den Anbau von roten Rebsorten genutzt. Die verbleibenden Flächen dienen dem Anbau von weißen Sorten.
Von den angebauten Rebsorten besitzen nur etwa 15 eine Marktbedeutung. Der Anteil dieser einzelnen Sorten ist der folgenden Tabelle zu entnehmen.
Zugelassene rote Rebsorten Die Entwicklung hin zu qualitativ hochwertigeren Rebsorten setzte ab 1972 in Verbindung mit der Flurbereinigung ein. Der Spätburgunder verdrängte dabei eindeutig den Blauen Portugieser. Neuzüchtungen wie Dornfelder und Domina ergänzen das Angebot. In den letzten Jahren wird verstärkt der qualitativ gute Frühburgunder angebaut. Verschließen kann sich das Anbaugebiet nicht vor dem allgemeinen Erfolg der Neuzüchtungen Regent und Acolon, wenngleich die Anbaufläche im Vergleich zu anderen deutschen Gebieten sehr bescheiden ausfällt.
Zugelassene weiße Rebsorten Die Anbaufläche der weißen Rebsorten befindet sich zwar seit 1972 (damals immerhin 211 Hektar) in einem ständigen Abwärtstrend, ihre Vertreter sind aber nach wie vor ein wichtiger Bestandteil des Angebots der Ahr. Vor allem auf den Schiefer- und Basaltböden zeigt der Riesling sein Potential. Der Müller-Thurgau macht auf Grund seines aktuell geringeren Marktwertes anderen Sorten Platz. Der Kerner wird teilweise im Verschnitt mit dem Riesling eingesetzt. Lagen
Das Anbaugebiet Ahr umfasst den einzigen Bereich Walporzheim/Ahrtal und die einzige Großlage Klosterberg. Die Großlage Klosterberg besteht aus folgenden Einzellagen:
Quelle wikipedia.de |
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