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Cloudy Bay
Cloudy Bay („Wolkige Bucht“) ist eine Bucht im Marlborough County, einer Region im Nordosten der neuseeländischen Südinsel, und zugleich der Name eines herausragenden Weißweines.
Geografischer Begriff
Die Bucht liegt an der Cook-Straße, der Meeresstraße zwischen der Nordinsel und der Südinsel von Neuseeland und erstreckt sich über eine Länge von etwa 30 Kilometern zwischen den südlichen Ausläufern der Marlborough Sounds und White Bluff.
Über die gesamte Länge der Bucht verläuft das Delta des Wairau River, welcher an zwei Stellen direkt das Meer erreicht.
Die Unterläufe des Wairau River und des kleineren Opawa River verlaufen durch ein vielseitig genutztes Farmgebiet. Aufgrund des mediterranen Klimas kann in diesem Gebiet sehr gut Wein angebaut werden. Die Region von Marlborough ist heutzutage international bekannt für ihren hervorragenden Weinbau. In dieser Gegend wurde jedoch bis vor etwa 30 Jahren noch kein Wein angebaut – die Weinbepflanzungen sind das Ergebnis systematischer Analysen, Erkundungen und labortechnischer Explorationen, wo im australisch-neuseeländischen Raum infolge der klimatischen Eigenschaften und der Bodenverhältnisse sehr gute Voraussetzungen für den Weinbau vorlägen – frei von Traditionen, frei von hohen Grundstückspreisen – und dieses dann realisiert.
Wein
Trotz der erst seit 1995 erfolgten Vermarktung haben die Weine aus der Region der Orte Picton und Blenheim, insbesondere die sortenrein ausgebauten Weißweine der Rebsorte Sauvignon Blanc, einen international hervorragenden Ruf.
Der gleichnamige Wein „Cloudy Bay“ ist Synonym für den bekanntesten Sauvignon Blanc der Neuen Welt; er kann mit den besten trockenen Rieslingen aus Deutschland und den aufwendigen Kleinfertigungen seltener Weißweine rund um Bordeaux mithalten. Mittlerweile hat sich die französische Unternehmensgruppe LVMH mit der Champagnermarke Veuve Clicquot Ponsardin einen Minderheits-Anteil am Weingut „Cloudy Bay“ gesichert.
Nicht jeder mag die knalligen Fruchtaromen nach Stachelbeere, manchem Weinmöger ist es zu massiv, wieviele Aromen ein solch dicht gewebter Sauvignon Blanc freisetzt. Es gibt viele Weinliebhaber, die aus Tradition Derartiges ablehnen – jedoch ist eine internationale Käuferschar bereit, hoch zweistellige Preise für eine Flasche dieses Weines zu zahlen. Jüngere Jahrgänge liegen bei 30 Euro, ältere wie 1995 oder 1996 erreichen die 60 Euro-Schwelle (Stand Ende 2006).
Nicht nur Sauvignon blanc, auch Chardonnay gedeiht in diesem Mittelmeer-ähnlichen Klima an den Ufern des Flusses Wairau sehr gut.
Verkostungsnotizen vom Weingut in englisch (Verweis auf die Hompege von Cloudy Bay):
2004 Gewurztraminer | 2007 Cloudy Bay´s Sauvignon blanc | 2006 Cloudy Bay Chardonnay | 2006 Cloudy Bay Pinot Noir | 2005 Cloudy Bay Te Koko | Pelorus Non Vintage | 2002 Pelorus Vintage
Cabernet franc
Der Cabernet Franc, auch Cabernet Frank, ist eine rote Rebsorte. (Kürzel Cf). Sie ist nicht so verbreitet wie der bekanntere Cabernet Sauvignon, allerdings genügsamer hinsichtlich der klimatischen Anforderungen. Cabernet Franc ist ein beliebter Verschnittwein, vor allem in Frankreich und Italien (hier Cabernet Frank). Im Vergleich zum Cabernet Sauvignon ist der Tanningehalt geringer, die Weine weisen eine deutlich geringere Adstringenz auf und sind daher jünger trinkbar.
Im Jahr 1997 veröffentlichten John E. Bowers und Prof. Carole P. Meredith von der University of California, Davis eine Studie, in der durch DNA-Analyse mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Verwandtschaft zwischen dem Cabernet Sauvignon und den Sorten Cabernet Franc und Sauvignon Blanc aufgezeigt wird. Auf eine engere Beziehung zum Cabernet Sauvignon wurde in der Literatur schon lange hingewiesen, jedoch nie in Verbindung mit der weißen Sorte Sauvignon Blanc.
Abstammung: vermutlich aus Wildreben selektioniert, im Bordelais nachweisbar seit Jahrhunderten heimisch.
Verbreitung [Bearbeiten]
Insbesondere in der Gegend von Bordeaux spielt der Cabernet Franc trotz seines meist kleinen Anteils an der Anbaufläche zu Teilen eine markante Rolle; bei etlichen großen Weingütern findet sich der würzige Cabernet Franc nur dann in den Cuvées, wenn seine Reifezeit auskömmlich war, prominente Beispiele dafür sind Château Mouton-Rothschild und Château Pétrus. Die Cuvées mit Anteilen von Cabernet Franc markieren die großen Jahre. In “kleineren” Jahren werden die Erntepartien des Cabernet Franc dieser Güter deselektioniert und dem “Großen Wein” nicht hinzugegeben. Für den Château Cheval Blanc hingegen wird Cabernet Franc ungewöhnlicherweise zu ca. 60% verwendet.
Reinsortig wird der Cabernet Franc an der Loire ausgebaut, beispielsweise im Weinbaugebiet Chinon.
Die Rebe ist auch in Übersee beliebt. Speziell bei Weinen aus Osteuropa, aber auch Übersee, findet man des Öfteren in der Etikettierung nur die Bezeichnung Cabernet. Es handelt sich dabei meist um Cabernet Franc. Im Jahr 2007 lag die bestockte Rebfläche in Neuseeland bei stagnierender Tendenz bei 168 Hektar.
Siehe auch die Artikel Weinbau in Frankreich (37.508 Hektar, Stand 2007, ), Weinbau in Italien, Weinbau in den Vereinigten Staaten (Allein in Kalifornien 1.457 Hektar , Stand 2007, Weinbau in Australien (588 Hektar, Stand 2007), Weinbau in Neuseeland, Chile (1142 Hektar, Stand 2006 , Weinbau in der Schweiz ( 52 Hektar, Stand 2007, Quelle: Office fédéral de l’agriculture OFAG ) und Weinbau in Südafrika (1019 Hektar, Stand 2007 ) sowie die Liste der Rebsorten.
Synonyme
Die Rebsorte Cabernet Franc ist auch unter den Namen Acheria, Arrouya (sie ist aber nicht identisch mit der Rebsorte Arrouya), Bidure, Bordo (gelegentlich in Nordostitalien gebraucht), Boubet, Bouchy, Bouchet, Breton, Burdelas Tinto, Cabernet, Cabernet Aunis, Cabernet Carbouet, Cabernet Franco, Cabernet Frank, Capbreton Rouge, Carmenet, Couahort pro Parte, Gamay de Ricenay, Gamput, Gros Bouchet, Gros Cabernet, Grosse Vidure, Mencía (Spanien), Kaberne Frank (Jugoslawien), Méssanges Rouge, Morenoa, Noir Dur, Petite Vidure, Petite Vigne Dure, Petit Fer, Petite Vidure, Plant Breton, Plant des Sables, Rouge, Sable Rouge, Trouchet Noir, Véronais und Veron Bouchy bekannt.
Cabernet Sauvignon
Der Cabernet Sauvignon ist eine rote Rebsorte. Die Rebe hat so große Bedeutung erlangt und ist so begehrt, dass sie in die Nobilität der Weinwelt aufrückte und als Edelrebe bezeichnet wird.
Beheimatet ist sie im Bordelais, hat aber von hier ihren Siegeszug in die ganze Weinbau-Welt angetreten, in jüngerer Vergangenheit verstärkt auch nach Übersee. Mit rund 200.000 Hektar Rebfläche weltweit liegt sie an siebenter Stelle, wurde aber von der Sorte Merlot als am weitesten verbreitete rote Qualitätssorte überrundet. Auch außerhalb ihrer Heimat behält die Sorte ihre Eigenart und ihren Charakter, wobei natürlich die Intensität der Charakteristika durch den Einfluss der Böden oder des Klimas variieren können.
Wiedererkennungsmerkmale des Cabernet Sauvignons sind der charakteristische Traubengeruch von schwarzen Johannisbeeren (Cassis), der zum Teil durch einen Geruch von Zedernholz begleitet wird und die tiefdunkle Farbe der Weine. Darüber hinaus weisen die Weine immer einen konzentrierten Fruchtgeschmack mit einem tragenden Gerüst von Tanninen und Säuren auf. Erschwert wird die Identifizierung der Traube im Wein durch die Tatsache, dass die Rebe kaum sortenrein angeboten wird.
Die Charakteristika der Rebsorte haben diverse Rebzüchter zu neuen Kreationen angeregt. Während man im kühlen Weinbauklima insbesondere die tiefe Farbe der Weine mit einer frühen Reife zu kombinieren versucht, liegt das Hauptaugenmerk im warmen Anbauklima auf finessenreiche Sorten mit entsprechender Hitzefestigkeit.
Abstammung: Cabernet Franc x Sauvignon Blanc (durch DNA-Analyse 1997 nachgewiesen)
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Traube des Cabernet Sauvignon
Charakter und Ausbau
Der Cabernet verbringt häufig 15 – 18 Monate und seltener bis zu 30 Monate im neuen oder gebrauchten Eichenfass (oder Barrique) aus Frankreich, Slowenien oder Amerika. Diese Lagerung verleiht, wenn sorgfältig ausgeführt, dem Wein Röst- oder Vanille-Aromen und mildert die Strenge der Tannine. Durch diesen Ausbau kann der Winzer speziell den Cabernet stark beeinflussen, die Tannine betonen oder ihm einen Eichengeschmack geben.
Diese Weine bestechen weniger durch die Art, vielmehr durch die Feinheit ihrer Aromen. Wenn die Traube voll ausreifen kann, ergibt sie vielschichtige gerbstoffreiche Weine (siehe hierzu auch den Artikel Phenole im Wein). Als spätreifende Sorte muss sie in warmen Ländern stehen, damit der Wein nicht grasig oder nach grünem Pfeffer schmeckt. Die Trauben sind mittelgroß und dicht mit dunkelblauen, dickschaligen Beeren besetzt.
Die Sorte wird in ihrer Heimat Bordeaux nur relativ selten pur angeboten, da sie sich hervorragend zum Verschnitt mit anderen Rebsorten (dort mit Merlot und Cabernet Franc, gelegentlich auch Malbec und Petit Verdot; in Übersee auch mit Syrah) eignet und der Verschnitt, die „Cuvée“, oftmals noch ein wenig besser ist als die zur Herstellung verwendeten Einzelweine.
Ampelographische Sortenmerkmale
In der Ampelographie wird der Habitus folgendermaßen beschrieben:
- Die Triebspitze ist offen. Sie ist starkwollig weißlich behaart und mit einem karminroten Anflug versehen. Die Jungblätter sind ebenfalls starkwollig behaart und die Blattoberfläche ist bereits leicht blasig. Der Blattrand der Jungblätter ist leicht rötlich eingefärbt
- Die mittelgroßen dunkelgrünen Blätter sind fünflappig und tief gebuchtet. Die Stielbucht ist V-förmig geschlossen. Das Blatt ist nur schwach gezähnt. Die Zähne sind im Vergleich der Rebsorten sehr weit angelegt. Die Blattoberfläche (auch Spreite genannt) ist blasig derb. Im Herbst rötet das Laub nur leicht und hauptsächlich im Bereich der Blattspitzen. Im Bereich der Stielbucht, einem Teil des Spreitengrundes, laufen die Blattadern am äußersten Blattrand. Diese recht seltene Anordnung teilt sich der Cabernet Sauvignon unter anderem mit dem Chardonnay.
- Die meist konus- bis walzenförmige Traube ist meist geschultert, klein bis mittelgroß und dichtbeerig bis kompakt. Die rundlichen Beeren sind klein und von bläulich-schwarzer Farbe. Die Schale der Beere ist ausgesprochen stark und fest. Daher ist der Cabernet Sauvignon kaum empfindlich gegen die Rohfäule.
Der Cabernet Sauvignon verfügt über einen aufrechten und kräftigen Wuchs. Sie treibt spät aus und entgeht daher meist den Frühjahrsfrösten. Die Rebsorte ist sehr anfällig gegen die Rebkrankheiten Echter Mehltau (auch Oidium genannt), Eutypiose und die Schwarzfleckenkrankheit. In südlichen Anbaugebieten wie Regionen im Languedoc kann es zu Trockenstreß kommen, wobei die Symptome nicht schwerwiegender als beim Merlot sind. Weniger anfällig ist der Cabernet Sauvignon gegen den Falschen Mehltau der Weinrebe. Die Dicke der Beerenschale schützt vor Grauschimmelfäule; die Beeren können daher lange am Stock reifen. Die Geiztriebbildung ist gering. Dadurch ist der Aufwand der Rebenpflege geringer als bei vergleichbaren Sorten birgt aber die Gefahr, dass bei einer Erkrankung eines Jungtriebs kaum neue Triebe nachwachsen. Die robuste Beerenschale und das feste Holz ermöglicht auch eine maschinelle Lese mit dem Vollernter.
Die Trauben reifen Anfang bis Mitte Oktober, physiologisch ca. 12 – 15 Tage später als die des Gutedels.
Herkunft
Es wird häufig behauptet (wahrscheinlich fälschlicherweise), der Cabernet Sauvignon sei in Frankreich bereits im Jahre 1635 urkundlich erwähnt. Damals sandte Kardinal Richelieu dem Abbé Breton aber wahrscheinlich mehrere tausend Rebstöcke der Sorte Cabernet Franc, eine Sorte die an der Loire auch heute noch eine wichtige rote Rebsorte darstellt.
Der Synonymname Bidure bot Anlass zur Vermutung, dass sie von der von Plinius dem Älteren (23-79) erwähnten, antiken Sorte Biturica abstammen könnte.
Das Synonym Vidure hat seine Wurzeln im lokalen Dialekt und heißt übersetzt hartes Holz (siehe auch in französisch : vigne dure), eine Bezeichnung, die die Rebsorte mit dem Carmenère teilt.
Erst ab Ende des 18. Jahrhunderts trat die Sorte im Bordeaux verstärkt in Erscheinung, besondere Verdienste werden Armand d´Armailhacq und Baron Hector de Brane zugeschrieben. Heute dominiert sie vor allem in den großen Weinen des Médoc.
Im Jahr 1997 veröffentlichten John E. Bowers und Prof. Carole P. Meredith von der University of California, Davis eine Studie, in der durch DNA-Analyse mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Verwandtschaft zwischen dem Cabernet Sauvignon und den Sorten Cabernet Franc und Sauvignon Blanc aufgezeigt wird. [1] Auf eine engere Beziehung zum Cabernet Franc wurde in der Literatur schon lange hingewiesen. Die Beziehung zum Sauvignon Blanc überraschte jedoch. Der Namensteil Sauvignon deutet eigentlich darauf hin, dass man davon ausging, die entsprechende Rebsorte sei eine direkte Selektion von Wildreben (sauvage bedeutet auf franz. wild) , eine Eigenschaft die man sowohl dem Sauvignon Blanc als auch dem Cabernet Sauvignon zuschrieb.
Mutationen
Viele Rebsorten wie Grenache oder auch der Spätburgunder neigen zur Bildung von Mutationen. So ist nachgewiesen, dass der Grauburgunder und der Weißburgunder Mutationen des Spätburgunders sind. Ähnliche Veränderungen sind auch beim Grenache bekannt. Lange Zeit war jedoch keine Rebsorte bekannt, die durch eine Mutation aus dem Cabernet Sauvignon hervorging.
Im Jahr 1977 fand man jedoch in einem Weinberg von Clegett Wines in Australien eine graue Variante (häufig auch als bronzefarbener Variante beschrieben). Diese neue Sorte wurde Malian benannt und erbringt blassfarbene Rotweine, die ab 1991 vermarktet wurden. Später fand man bei Clegett auch eine weiße Variante. Dieser weiße Cabernet Sauvignon (White Cabernet) wurde auf Namen Shalistin getauft [2] Während Malian noch über Anthocyanine in der oberen Schicht der Beerenschale verfügt, sie aber in der unteren Schicht der Epidermis verloren hat, fehlen die Farbpigmente beim Shalistin völlig.
Die Sorte Malian scheint aus einer Mutation der DNA-Abschnitte VvMYBA1 oder VvMYBA2 aus dem Cabernet Sauvignon entstanden zu sein. Der genetische Fingerabdruck aller drei Sorten ist identisch.
Klone
Allein in Frankreich gibt es 25 für den gewerblichen Anbau anerkannte Klone, die aber auch auf internationaler Ebene eine große Rolle spielen. Am weitesten verbreitet ist Klon 15, der bei einer hohen Ertragsleistung noch gute Mostgewichte einbringt und aufgrund seiner vergleichsweise guten Hitzeverträglichkeit in Südfrankreich zum Einsatz kommt.
Klon 337 verfügt über eine mittelgute Ertragsleistung. Die Weine sind im Gegenzug reicher an Anthocyanen und sind sehr ausgewogen. Über einen ähnlichen Ertrag wie Klon 337 verfügt auch Klon 341, der wegen guter Qualität und seines regelmäßigen Ertrags geschätzt wird.
Weit verbreitet sind ebenfalls die Klone 169, 170, 188, 190, 191, 335, 336, 338, 340, 412 und 685.
Neuzüchtungen
Die tiefe Farbe und die Finesse der Weine aus Cabernet Sauvignon haben viele Rebzüchter dazu veranlasst, den Sortencharakter der Sorte sowohl in Zonen kühlen Klimas als auch in Zonen heißen und trockenen Klimas hineinzutransportieren.
Die Sorten Baron, Cabernet Cortis und Cabernet Carbon wurde am Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg durch Norbert Becker gekreuzt. Züchtungsziel war das Finden pilzwiderstandsfähiger Rebsorten mit hoher Farbkraft bei kühlem Klima. Die Sorte Cabernet Cantor gehört nicht in diese Familie von Rebsorten.
In den 1970er Jahren stellte die Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg in Weinsberg die Sorten Cabernet Cubin, Cabernet Dorsa, Cabernet Dorio und Cabernet Mitos vor. Hier stand eher die Winterhärte bei gleichzeitig guter Farbkraft im Vordergrund.
Carminoir ist eine rote Neuzüchtung der Agroscope RAC Changins Schweiz aus Blauburgunder mit Cabernet Sauvignon aus dem Jahr 1982.
Die Rebsorten Marselan und Ruby Cabernet gehören zu den Varianten, die auf der Suche nach finessereichen Weine aus hitzebeständigen Sorten entstanden. Marselan entstand in Südfrankreich und Ruby Cabernet ist eine Kreuzung von Harold Olmo aus Kalifornien.
FASEB
FASEB Journal (Föderation der amerikanischen Gesellschaften für experimentelle Biologie)
KMW (Klosterneuburger Mostwaage)
Bezeichnung für die Waage zur Bestimmung des Mostgewichtes. In Österreich gebrächlich. Sie auch Oechsle (Deutschland)
Zucker wird beim Gärprozess zu annähernd gleichen Gewichtsteilen in Alkohol und Kohlendioxyd umgewandelt. Deshalb kann, sofern alle vergärbaren Mostanteile vergoren werden, aus dem ursprünglichen Zuckeranteil (Grad KMW) der Alkoholgehalt in Vol.-% folgendermaßen berechnet werden:
Formel 1 (einfache Annäherung):

Eine bessere Annäherung wird durch folgende Formel erreicht, welche von der Landesregierung Niederösterreich offiziell verwendet wird:
Formel 2 (bessere Annäherung):

Eiswein
Qualitätsstufe in Deutschland und Österreich für einen Weine bei dessen Ernte die Trauben gefrohren sein müssen und ebenso im gefrohrenenen Zustand gepresst werden müssen ( bei mehr als -7°C)
In Deutschland müssen die Trauben ein Mostgewicht, abhänig von Anbaugebiet, von 110° – 128° Oe vorweisen. Der vorhandenen Alkoholgehalt muss bei 5.5%vol liegen.
In Österreich muss ein Mostgewicht von 25° KMW der Trauben vorliegen.
In anderen Anbauländern kann Eiswein auch durch künstlich herbeigeführten Frost erzeugt werden, dies hat aber wenig mit dem traditionellen Eiswein zu tun.
Chateau Brane-Cantenac
Klassifikation: 2eme Cru Classe
Besitzer: Henri Lurton
Bestockte Fläche: 90 ha
Produktionsmenge: ca 36.000 Kisten
Rebsortenverteilung: 70% Cabernet Sauvignon, 20 % Merlot, 10% Cabernet franc
Zweitetikett: Le Baron de Brane
Das heutig Weingut Chateau Brane-Cantenac, das in erste Hisicht wegen ihrem goldenen Etikett einen grossen Wiedererkennungswert bekannt ist, wurde begründet durch den Baron de Brane.
Mike Grgich
Mike Grgich ist wohl der unterschätzteste Kellermeister im Napa-Valley. Seine Familie besaß in Dalmatien eine kleine Weinkellerei. Grgich besuchte 1949 die Universität von Zagreb, wo er Weinbau und Önologie studierte. 1954 floh er als Student aus dem kommunistischen Jugoslawien nach Westdeutschland. Nach seinem Studium emigrierte er über Kanada nach Kalifornien.
Neun Jahre lang war er beim Weingut Beaulieu Vineyard(Artikel, Hompage) als Hauptchemiker für die Qualitäts-Kontrolle verantwortlich. In dieser Zeit war er auch gemeinsam mit dem legendären russischen Önologen André Tchelistcheff (1901-1994), Joe Heitz (1919-2000) und Robert Mondavi (* 1913) an den ersten in Kalifornien in großem Umfang durchgeführten Versuchen zur malolaktischen Gärung beteiligt.
1972 machte er sich mit einer Partnerschaft auf Chateau Montelena Winery im kalifornischen Napa Valley selbstständig. Mike Grgich gehörte zu den ersten Winzern, die den Zinfandel als Weißwein ausbauten (1972) (d.h. ohne Maischung mit den Beerenhäuten); dieser hat eine leicht rosa Farbe und wird „white zinfandel“ genannt.
Berühmte Weinprobe
Am 24. Mai 1976 versammelte der britische Weinhändler Steven Spurrier (Sommelier Master of Wine und Journalist) in Paris die renommiertesten französischen Weinexperten zu einem Test, der später berühmt gewordenen “Weinjury von Paris”. Es galt, kalifornische Cabernet Sauvignons und Chardonnays mit den besten Weinen aus Bordeaux und Burgund zu vergleichen.
Die Weinprobe verlief blind (zumindest halb blind): Die Experten wussten, welche Weine ihnen kredenzt wurden, aber die Reihenfolge wurde ihnen vorenthalten. Das Ergebnis war erstaunlich und stellte das Selbstbewußtsein der französischen Weinwelt als Produzenten der weltbesten Weine infrage: Bei den Rotweinen gewann der Stag’s Leap Wine Cellar, bei den Weißen der Chateau Montelena – beides 1973er Weine aus Kalifornien. Ein Reporter der Time, der bei der Probe zugegen war, trug die Kunde vom Sieg der US-Weine in die Heimat, wo die New York Times und die Washington Post die Nachricht begierig aufgriffen. Statistiker relativieren heute das Urteil von damals, nachdem sie sich die vollständig erhaltenen Wertungsbögen der Teilnehmer noch einmal genauer ansahen.
Dieser Erfolg seines Weines erlaubte Grgich, seine eigene Weinkellerei zu begründen, Grgich Hills Cellar in Rutherford, Kalifornien, der 365 Morgen (147 ha) Weingärten besitzt und jedes Jahr 80.000 Kisten Wein produziert. Sein erster Jahrgang gewann die Great Chardonnay-Kraftprobe vor 221 Mitbewerbern aus aller Welt.
Wein aus Kroatien
Als 1989 in Europas Osten die samtene Revolution ausbrach, ahnte keiner, dass dieser schon bald auch eine önologische folgen sollte. Viele alte Toplagen, die als Folge der Planwirtschaft zu Raps- und Maisfeldern umgewidmet worden waren, wurden als Weinbauflächen rekultiviert. 1996 kehrte Grgich zeitweise in seine dalmatinische Heimat zurück, um dort in einem schmucken Schlösschen auf der Insel Pelješac einige der besten Weine des neuen Ost-Weinbooms zu keltern. Die Plavac und Posip aus seiner Weinkellerei “Grgich Vina” werden als die teuersten Weine in Kroatien im Einzelhandel verkauft.

